Der Ammersee

Das Segelrevier - Ammersee

Der Ammersee ist nach dem Chiemsee und dem Starnberger See der drittgrößte See in Bayern (unter den Seen, die ausschließlich in Bayern liegen) und der am weitesten nach Norden reichende Voralpensee. Der See hat eine Fläche von rund 47 Quadratkilometern und eine maximale Tiefe von etwa 80 Metern. Die am südlichen Seeende gelegene Schwedeninsel ist durch die fortschreitende Verlandung schon zu einer Halbinsel geworden und wird irgendwann ganz mit dem Ufer verschmelzen.

Der Ammersee im Fünfseenland, dessen andere vier namensgebenden Seen in der Region der Starnberger See, der Wörthsee, der Pilsensee und der Weßlinger See sind, zählt nicht nur zu den beliebtesten Tourismuszielen Bayerns mit überregionaler Ausstrahlung, sondern auch zu den bevorzugten Naherholungsgebieten der Augsburger und Münchner Bevölkerung. Vor allem im Sommer wird der Ammersee daher durch massiven Fremdenverkehr beeinflusst. Aus den beiden jeweils nur rund 50 km entfernten Ballungszentren kommt es an schönen Wochenenden zu einem regelrechten Massenansturm auf Strandbäder, Biergärten und die Rad- und Wanderwege rund um den See.Der Ammersee und Umgebung

Entstanden ist der Ammersee wie andere Seen des bayerischen Alpenvorlandes mit dem Abschmelzen der eiszeitlichen Gletscher. Das Seebecken wurde als typischer Zungenbeckensee in der Saale-/Riß- und Würmeiszeit vom Loisachgletscher, der sich als Teil des Isar-Loisach-Gletschers aus der „Garmischer Pforte“ bis weit ins Land erstreckte, ausgeschoben.
Vor etwa 16.000 Jahren begann das Eis langsam zu schmelzen und vor rund 14.000 Jahren umschlossen die zurückgebliebenen Seiten- und Endmoränen dann eine Wasserfläche. Der See erstreckte sich damals in Nord-Süd-Richtung über etwa 37 km und bedeckte eine Fläche vom heutigen Weilheim im Süden bis Grafrath im Norden. Auch das bei Herrsching nach Nordosten abzweigende Zweigbecken mit dem heutigen Pilsensee war noch ein Teil des Gesamtsees, dessen Spiegel etwa auf dem heutigen Niveau lag. Seither schrumpfte der See auf heute 47 Quadratkilometer. 


Günstige Windverhältnisse sorgen im Sommer auch für starken Segel- und Surfbetrieb. Private Nutzung von Motorbooten ist strengen Reglementierungen unterworfen und findet daher kaum statt, Ausnahmegenehmigungen haben die Wasserwacht, die Wasserschutzpolizei sowie die Fischer und einige Bootsverleiher. Die Bayerische Seenschifffahrt befährt den See mit einer Flotte von vier Fahrgastschiffen.

  • Gefährlich kann das Rieder Eck werden. Hier ragen Felsen bis kurz unter die Wasseroberfläche. Das Rieder Eck befindet sich an der nördlichen Einfahrt zur Herrschinger Bucht. Es ragt ein Kreuz aus dem Wasser, das weiträumig zu umfahren ist.
  • An dem Südende des Ammersees befindet sich die "Schwedeninsel". Sie ist Naturschutzgebiet, hier brüten vom Ausstreben bedrohte Vögel. Die Annäherung ist verboten und wird von der Wasserpolizei streng überwacht. 
     
     
    windsack

    Allgemein gilt die Regel: Bleib im Norden. Wer sich zu weit in den Süden bis nach Breitbrunn oder darüber hinaus wagt, bleibt am Nachmittag oft genug in der Flaute hängen. Da der Ammersee im Norden weniger Hügel am Ufer hat, ziehen die Winde der Großwetterlage beinahe ungebremst über den See.
    Westwind: Das ist der meist vorherrschende Wind am Ammersee. Bei dunklen Wolken ist das Westufer genau zu beobachten, da die Böen meist sehr plötzlich kommen.
    Ostwind: Ist selten und meist sehr schwach, verspricht aber schönes trockenes Wetter
    Südwind: Den gibt es entweder bei Föhn oder bei schöner Wetterlage nachts. Falls nachts Südwind war, ist dieser meistens um 10 bis 11 Uhr vormittags zu Ende.
    Nordwind: Weniger häufig als Westwind, ansonsten siehe Westwind.